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Spielbericht SV 08 Auerbach - TB 03 Roding    36:33 (16:12)


SV 08 Auerbach - TB 03 Roding    36:33 (16:12)

36:33 - Niederlage im Derby gegen Auerbach

TB Roding muss sich nach hochspannenden 60 Minuten im Oberpfalzderby gegen Auerbach geschlagen geben

Nach dem Spiel gegen Auerbach gab es im Rodinger Lager und ihren vielen Schlachtenbummlern viel zu diskutieren. Gerade war ein Oberpfalzderby zu Ende gegangen, das zu verschiedensten Emotionen Anlass gab. Natürlich war man unzufrieden mit dem Ergebnis, erneut konnten die TBler auswärts nicht punkten, man war teilweise richtig ärgerlich, musste man doch wieder einmal sehen, wie die Stadler-Jungs beste Chancen vergaben, andererseits war es eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel vor einer Woche gegen Winkelhaid. Dafür kann man sich natürlich nichts kaufen, aber vielleicht darf man wieder einmal hoffen, dass man solche Leistungen auch zeigt, wenn man als Favorit ins Spiel geht.

Aber nicht nur die vielen vergebenen Chancen waren der Grund für die Niederlage, gerade in der ersten Hälfte machte man auch taktische Fehler und natürlich muss man auch zugeben, dass der SV08 Auerbach ein tolles Spiel gezeigt hat.
Das Spiel begann vor den ca. 700 Zuschauern ausgeglichen, bis zum 7:7 konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil erspielen. Aber schon jetzt war Rodings Trainer Stadler mit seinen Spielern nicht zufrieden. Immer wieder verzettelten sie sich in Einzelaktionen, anstatt den Ball gegen die offensive Abwehr schnell zu machen und sich am Kreis und auf Außen in eine gute Position zu bringen. Und nicht nur dass man sich bei solchen Einzelaktionen aufrieb, dann passierten auch die meisten technischen Fehler, welche die Auerbacher per Konter eiskalt bestraften. Allein von den ersten sieben Toren der Gastgeber fielen vier Tore per Tempogegenstoß.

Der Knackpunkt in der ersten Halbzeit war dann eine Rodinger Überzahlsituation, in der man nicht nur durch ärgerlich unnötige Abschlussversuche kein Tor warf, sondern im Gegenzug zwei Dinger bekam. Und Auerbach legte gleich noch zwei drauf und ging mit 11:7 in Führung. Aber taktische und technische Mängel hin und her, die Rodinger blieben dieses Mal ruhig. Dominik Weh von Außen, Richard Tupa aus dem Rückraum und zwei Mal Pavel Svoboda per Tempogegenstoß stellten wieder den 11:11-Ausgleich her. Und nur wenige Augenblicke später hätte der TB bei 12:12 auch wieder in Führung gehen können, aber Graßl scheiterte mit einem Strafwurf am Auerbacher Torhüter von Borstel. Jetzt waren es wieder die Gastgeber, die vier am Stück machten und mit 16:12 in Führung gingen. Hektisch versuchten die TBler in den letzten Sekunden vor der Halbzeit noch ein Tor zu machen, aber der Ball ging bei einer harten Aktion eines Auerbachers verloren, das nachfolgende Foul von Steve Müller ahndeten die Schiedsrichter noch mit einer 2-Minuten Strafe. So ging man wieder einmal mit einem Rückstand in die Halbzeitpause.

Gleich zu Beginn von Hälfte Zwei schien sich das Spiel schon zu entscheiden, als Auerbach sofort drei Mal nachlegte und mit 19:12 in Führung ging. Aber eines konnte und kann man den Rodinger Spielern niemals vorwerfen und zwar, dass sie nicht kämpfen. In den letzten 25 Minuten hielt jetzt das Oberpfalzderby, was es versprochen hat. Die eh schon sehr laute Halle machte jetzt eine Stimmung, die durchaus als geladen bezeichnet werden darf, in der übrigens das Schiedsrichterduo Novakovic und Lindner eine besonnene und sehr souveräne Leistung gezeigt haben. Als besonnen kann man leider einige Akteure auf und außerhalb des Spielfelds nicht bezeichnen. In der insgesamt recht hart geführten Partie, testeten jetzt beide Seiten die Grenzen aus. Die Schiedsrichter ließen aber viel laufen, wussten aber, wann sie einschreiten mussten.

Dass der TB jetzt Tor um Tor aufholte, ließ die Stimmung natürlich nicht schwächer werden, gerade die Rodinger Fans, die großartig zur tollen Stimmung beitrugen, hofften jetzt wieder auf die Punkte. Sie sahen schöne Würfe aus dem Rückraum, sehenswerte Tempogegenstöße mit schnellen, sicheren Pässen; ärgerlich nur, dass zum Teil besser positionierte Mitspieler nicht gesehen wurden und dass natürlich auch wieder freistehend beste Chancen nicht genutzt wurden. Dennoch hatte der TB nach 45 Minuten zum ersten Mal wieder die Chance auf den Anschlusstreffer. Das Tor zum 21:20 wollte aber nicht gelingen und im Gegenzug machte Auerbach das 22:19. Nach dem 22:20 schafften es die TB´ler, wie in der Partie schon mehrmals passiert, nicht, schnell genug wieder auf Abwehrarbeit umzuschalten; alleine vier Tore machte Auerbach durch die schnelle Mitte.

Aber das Spiel blieb jetzt eng; die Gastgeber gingen zwar wieder mit 24:20 in Führung, aber der TB holte weiter auf. Nach 52 Minuten dann endlich der Anschluss zum 27:26. Und jetzt hatte man mehrmals die Chance auf den Ausgleich, aber immer wieder wurden diese vertändelt. Auch ein weiterer 7m wurde nicht verwandelt.
Es waren am Samstag viele Mosaiksteinchen, die dann das Spiel zugunsten von Auerbach entschieden haben. Auf beiden Seiten blieben die Torhüter unauffällig, aber Auerbachs von Borstel konnte zu Ende des Spiels doch ein, zwei entscheidende Rodinger Chancen entschärfen, vorne traf man jetzt besser, hinten bekam man aber Auerbachs Michael Werner nicht mehr in den Griff, seine Feldtore machte der Kreisspieler alle in den letzten Minuten. Konditionell waren die TBler sicher auch nicht mehr auf der Höhe, kein Wunder, saßen mit Fabian Graßl und Bostjan Zajsek zwei TBler schon verletzt auf der Bank und Richard Tupa, der mehr als 15 Minuten verletzungsbedingt behandelt wurde, konnte auch nur angeschlagen spielen.

Einmal noch keimte die Hoffnung, als Auerbachs Spielmacher Bader vier Minuten vor Schluss beim Stand von 32:30 eine Zeitstrafe bekam, aber Rodings Spiel in Überzahl war am Samstag gelinde gesagt harmlos; statt dem Anschluss für Roding ging Auerbach spielentscheidend 34:30 in Führung. Die letzten 90 Sekunden spielten dann beide ohne die Angriffe noch abzuwehren.

Nach dem 36:33 ließen sich die Auerbacher Spieler von den Zuschauern feiern, aber auch die TBler konnten sich erhobenen Hauptes von ihren Fans verabschieden.
Das Oberpfalzderby ging verloren und der TB bleibt auf dem 8. Tabellenplatz. »Ich würde mich ja nicht so aufregen, wenn ich nicht wüsste, welches Potenzial in meiner Mannschaft steckt. Aber wenn es darauf ankam, haben sie wieder versagt«, gab Rodings Trainer Stadler sein Fazit; aber dennoch waren die 50 Rodinger Schlachtenbummler insgesamt mit der Leistung zufrieden. »Wenn sie nur immer so spielen würden, dann bräuchten wir uns keine Sorgen machen«, war der Tenor, »nur treffen müssen sie dann noch«.

Insgesamt war es ein phasenweise hochklassiges, hochspannendes Spiel, das genauso gut auch anders rum hätte enden können.

Statistik:

Roding: R. Müller, Elgeti – Graßl (2), Sigl (5), Schulz (1), Tupa (4), Rank, Svoboda (5), Weh (4), Voves (4/1), S. Müller (6), Bäcker (2)

Internet TB Roding

  



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