Lohr nimmt die hohe Auswärtshürde und erhält sich seine Titelchance. »Hut ab vor der Leistung, gerade wenn man den Zustand bedenkt, in dem sich viele Spieler befinden«, meinte Co-Trainer Gerald Schmitt. Denn der erkrankte Johannes Kretz und der an der Achillessehne lädierte Petr Vozar hatten die Reise in die Oberpfalz erst gar nicht mitgemacht. Zudem spielten Alexander Schmidt und Benjamin Scheiner angeschlagen, Bohuslav Zeleny war am Tag vor der Partie noch mit Fieber im Bett gelegen. Deshalb hatten die Lohrer in Sven Lehmann einen Routinier reaktiviert, der in der 6:0-Deckung solide Arbeit verrichtete. Diese Abwehr war einer der Schlüssel zum Erfolg. Oft verhinderten die Gäste damit Auerbacher Durchbrüche und zwangen die Hausherren zu Würfen aus dem Rückraum, was nicht unbedingt die Stärke des SVA ist. Zudem kam Lohr aus der Abwehr heraus zu einer Reihe von Kontertoren.
Auch im Angriffsspiel agierten die Gäste konzentriert und diszipliniert. Mit viel Bewegung ohne Ball stellten die Lohrer die Auerbacher Deckung immer wieder vor Probleme. Und endlich kamen auch mal wieder Impulse von den Außenpositionen, allen voran durch Philipp Scheiner. Der traf vom linken Flügel viermal, bis er nach 42 Minuten wegen Foulspiels die Rote Karte erhielt.
Die Vorentscheidung fiel kurz nach der Pause. Nach dem 16:16 traf das Team von Trainer Frantisek Fabian viermal in Folge. Anschließend kam Auerbach niemals näher als bis auf zwei Tore heran, so dass die Gäste am Ende einen doch recht deutlichen Vorsprung ins Ziel brachten.