TSV Ottobeuren verspielt sicher geglaubten Heimsieg – nur 26:26 gegen Rothenburg
Die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren mussten sich im Heimspiel gegen den TSV 2000 Rothenburg mit einem 26:26 (11:13)-Unentschieden begnügen. Die letzten Sekunden des Spiels liessen den Traum vom möglichen Sieg allerdings wie eine Seifenblase zerplatzen: Die letzte Aktion des Spiels bringt noch einmal einen Freiwurf für die Gäste. Lediglich drei Sekunden Restspielzeit sind noch verblieben. Der Bosnier Muzafer Hadziabdic muss aus halbrechter Position direkt auf den Kasten von Keeper Zoltan Varga zielen. Ottobeuren bildet eine Mauer und hofft. Meistens verpuffen im Handball solche Szenen im Nichts, der Ball landet in der Mauer oder wird sonstwie entschärft. Doch diesmal kommt alles ganz anders: Hadziabdic zieht voll durch und hämmert die Kugel »mit Schmackes« ins kurze Eck. Der Ball ist im Netz, das Spiel ist aus. Der Ausgleich fällt mit der Schluss-Sirene. Riesen-Jubel bei den Rothenburgern, Fassungslosigkeit bei den Ottobeurern. Denn nach dem Spielverlauf hätten die Allgäuer beide Punkte in eigener Halle behalten müssen.
Doch der Reihe nach: Bis zum 8:8 nach 23 Minuten war das Mittelfeld-Duell der Liga total ausgelichen. In den fünf Minuten vor dem Seitenwechsel genehmigten sich die Ottobeurer eine kleine Schwächeperiode, die die Rothenburger zu einer Zwei-Tore-Pausenführung nutzen konnten. Mit neuer Stärke kamen die Gelb-Schwarzen dann zurück aufs Parkett. Nach einer Zweiminuten-Strafe gegen Rothenburg baute der TSVO die Führung erstmals auf drei Tore aus. Achim Wittlinger traf zum 23:20-Zwischenstand. Ottobeuren lag auf Siegeskurs. Vorsitzender Hannes Schultens betätigte sich als aushilfsweise als Trommler auf der Tribüne. Roman Polyfka schien mit dem 26:24 eine Minute vor dem Ende alles klar gemacht zu haben.
Ein trügerischer Irrglaube. Zu viele einfache Fehler habe man gemacht und somit einen Punkt verschenkt, waren sich Trainer Thomas Lang und Linksaussen Michael Höbel hinterher einig. Der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb damit aus.
TSVO: Zoltan Varga, Christoph Schwarz (beide im Tor); Mikko Koskue (2 Tore), Thomas Schaffer (2), Achim Wittlinger (2), Attila Susan (7), Roman Polyfka (7 / davon 3 Siebenmeter), David Pade (1), Benedikt Bartenschlager (2), Johannes Erhart, Michael Höbel, Christian Stumpf (3), Gunther Kotschmar
Internet TSV Ottobeuren
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