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Becker verlässt die DJK Waldbüttelbrunn
26.03.2010
DJK WaldbüttelbrunnBecker verlässt die DJK Waldbüttelbrunn

Der Trainer legt sein Amt nach nur einem Jahr beim Handball-Bayernligisten nieder

Gleich mehrere Paukenschläge hat es unter der Woche bei der DJK Waldbüttelbrunn gegeben. Vor dem entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt gegen den TSV Winkelhaid überschlugen sich die Ereignisse. Trainer Bernd Becker wird zum Saisonende sein Amt nach nur einem Jahr niederlegen. Auch Co-Trainer Martin Leynar hört dann auf. Mit sofortiger Wirkung hat zudem David Winheim die DJK verlassen und spielt nun für die A-Jugend der DJK Rimpar. Zudem mehren sich die Gerüchte, dass der Liga-Toptorjäger, US-Nationalspieler Gary Hines, nach der Saison ebenfalls die DJK verlassen wird. Bisher habe er aber noch kein konkretes Angebot vorliegen und werde nach der Saison zunächst in die USA zurückkehren.

Als wäre man sportlich nicht schon in äußerst misslicher Lage, so ist nun noch einiges bei der DJK eskaliert. Allen voran die Situation zwischen Vorstand und Trainer. Becker hatte bereits im Januar fristgerecht seinen sich ansonsten automatisch verlängernden Vertrag, wie auch der Verein, gekündigt und sein Bleiben an einige Bedingungen geknüpft. Unter anderem hatte er strukturelle Veränderungen gefordert sowie ein nachhaltiges Konzept, um Spieler aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft an das Bayernligateam heranzuführen. »Am Dienstag hat mir Sportvorstand Winfried Körner dann mitgeteilt, dass auch der Verein nicht mehr weitermachen wolle«, sagte Becker. Sogar einige Spieler haben beim Vorstand vorgesprochen und gegen den zu Saisonbeginn aus Lohr gekommenen Übungsleiter Stimmung gemacht. »Da gab es in der Tat Probleme«, gesteht Körner.

»Es gibt immer unzufriedene Spieler«, sagt Becker: »Aber alle sollten sich hinterfragen, ob sie ihre Leistung gebracht haben.« In der Tat hat kaum ein DJK-Akteur heuer Bayernligaformat bewiesen. »Zudem hatten wir einen großen Aderlass, aber das Sportliche hat für mich nicht den Ausschlag gegeben«, stellt Becker klar: »Hier gibt es einfach keine Bereitschaft zur Veränderung.«

»Wir haben zu unterschiedliche Auffassungen, letztlich passen wir nicht zusammen«, sagt Körner: »Zuletzt waren Spieler wie Markus Kirchner oder Nils Lawrence bei anderen Klubs zum Probetraining. Da frage ich mich, was los ist. Offensichtlich gibt es zwischen dem Trainer und uns keinen gemeinsamen Nenner.« Am Donnerstagabend wurde schließlich die Mannschaft über die anstehende Trennung informiert.

Da fehlte David Winheim längst. Bereits in der vergangenen Wochen hatte er das Training geschwänzt, um anderswo vorzuspielen, war deshalb auch für ein Spiel suspendiert gewesen. »Ich bin sehr enttäuscht von ihm«, sagt Becker: »Das Team jetzt so im Stich zu lassen, zeigt aber seinen Charakter. Das ist ein Unding.«

Bei all diesen Turbulenzen tritt die sportliche Situation fast in den Hintergrund. Dabei spricht Becker vom »Endspiel um den Klassenerhalt«. Bei einer Niederlage dürften die Bayernligalichter in Waldbüttelbrunn wohl endgültig ausgehen. »Wir müssen am besten mit sechs Toren Unterschied und so auch den direkten Vergleich gewinnen«, rechnet Becker vor, der sich trotz aller Differenzen mit dem Klassenerhalt von den Sumpflern verabschieden möchte.



Quelle: Mainpost

Weiterführender Link dazu: http://www.mainpost.de/sport/Wuerzburg-Becker-verlaesst-die-DJK-Waldbuettelbrunn;art786,5516539
 

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